Baselitz jetzt


Baselitz jetzt
herausgegeben von Harald Krejci, Barbara Herzog und Tina Teufel für das
Museum der Moderne Salzburg
Mit einem Vorwort von Harald Krejci, einem Essay von Bernard Blistène und einem Text zur Ausstellung der frühen Werke im Rupertinum
erscheint im März
deutsch / englisch
ISBN 978-3-99014-313-1
ca. 160 S., zahlr. Abb.
20 x 26 cm
französische Broschur
Er wird zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart gezählt: der Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz. Das Bildmotiv durch seine Umkehr zu verfremden, wurde seit 1969 zu einer Art Markenzeichen. Nun vollendet der deutsch-österreichische Künstler, mit bürgerlichem Namen Hans-Georg Kern, sein 88. Lebensjahr: ein Anlass, vom „Jetzt“ aus einen Bogen zu seinen Anfängen zu schlagen. Als junger Mann beschäftigt sich Baselitz mit deutscher Geschichte und Identität – die abstrakte Malerei stellte er unter Verdrängungsverdacht –, mit dem Künstler-Ich, schreibt ab den 1960er Jahren „Pandämonische Manifeste“ und widmet sich mit gezielten Provokationen der Figuration. Dabei vermischt er klassische Bildtraditionen mit einer oftmals als roh und verstörend empfundenen Bildsprache. Letztlich wird er so zum Erneuerer der Nachkriegskunst. Den frühen Arbeiten, Manifesten und Zeichnungen stehen die Großgemälde der Gegenwart gegenüber, welche u. a. die Themen Alter und Vergänglichkeit aufgreifen sowie die eigene Biografie, deren wesentliche Konstante seit Studienzeiten Baselitz‘ Ehefrau Elke ist. Mit diesem Spektrum an Kunstwerken und Texten richtet sich die Publikation an eine breite Öffentlichkeit und vermag – insbesondere mit den frühen Zeichnungen – auch kunsthistorisch Anspruchsvolle zu begeistern.
Mittwoch war es schön, 2020, Öl auf Leinwand
© Georg Baselitz 2025
Georg Baselitz,
1938 im sächsischen Deutschbaselitz geboren. Er arbeitet als Maler, Grafiker und Bildhauer am Ammersee in Bayern, bei Salzburg und in Imperia, Italien. Wichtige Retrospektiven wurden u. a. 1995 im Guggenheim Museum, New York, 1996 und 2011 im Musée d’Art Moderne de Paris, 2018 in der Fondation Beyeler, Basel, und im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D. C., sowie 2021 im Centre Pompidou, Paris, gezeigt.