Amarek


Amarek
Gabriel Wolkenfeld
Der große Erzähler Gabriel Wolkenfeld ist zurück und beschenkt uns mit einer Sammlung von düsteren und heiteren, absurd-makabren Märchen – für Kinder, die keine Kinder mehr sind, und für Erwachsene, die nicht erwachsen sein wollen.
erscheint im Februar
ISBN 978-3-99014-312-4
ca. 350 S., 11.5 x 18 cm,
gebunden mit Schutzumschlag
Amarok, der Legende nach von einer leicht alkoholisierten Gottheit in zweimal sieben Tagen erschaffen, wird mit strenger Hand von einem König regiert, der auf viel zu kurzen Beinchen durch sein Schloss trippelt. Sprichwörtlich kurz auch die Beine der lügenhaften Inhalte, die sein Stadtschreiber produziert. Und auch sonst ist das Personal nicht mehr, was es früher einmal war: Der Sohn des Henkers hängt auf einmal seinen Beruf an den Nagel – das Töten entspreche nicht seiner Natur –, und dann kommt auch noch der Tod selbst drauf, dass er erschöpft ist und Ruhe braucht, und verweigert den Menschen das Sterben. Dazwischen treiben Waldalben und Kobolde Schabernack. Zum Glück haben die zwei ungleichen Schwestern für fast alles eine Lösung in Form eines Tränkchens, vorausgesetzt, sie mischen es richtig zusammen ... Bei den in Amarek versammelten zwölf Texten handelt es sich, wiewohl inspiriert vom deutschsprachigen, slawischen und jüdischen Märchenschatz, um keine Adaptionen, sondern um eine freie Schöpfung des Autors. Anders als im Genre üblich, stattet Gabriel Wolkenfeld seine Figuren mit einer psychologischen Tiefe aus, erspart ihnen Allzumenschliches nicht. Feinste Poesie vereint sich virtuos mit urkomischen Einfällen und einer schier unbändigen Lust am Fabulieren!
Gabriel Wolkenfeld
geboren 1985 in Berlin. Studierte Germanistik, allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft und Russistik. Lehrer für DaF/DaZ, Leitung von Schreibwerkstätten. Diverse Preise, zuletzt 2022 Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis. 2022 Writer in Residence in Gelsenkirchen, 2025 Stadtschreiber in Gotha. Bisherige Veröffentlichungen: Wir Propagandisten (2015, neu aufgelegt 2023), Babylonisches Repertoire (Roman, Müry Salzmann, 2019), Sandoasen (Israelisches Album, 2021), Nebelatlas (Ukrainisches Album, 2023) und Waldalb (Deutsches Album, 2024).