Herbert Blomstedt und die Kunst des Dirigierens


Herbert Blomstedt und die Kunst des Dirigierens
Felix Diergarten
„Dirigent zu sein, ist ein guter Beruf, um alt zu werden!“
Herbert Blomstedt
„Herbert Blomstedt ist das Gegenteil von einem eitlen Pultmagier und selbstverliebten Showdirigenten. In seiner zutiefst sachhaltigen Kontrolliertheit strahlt er ein ganz eigenes stilles Charisma aus. Er ist in seinem verbindlichen Umgang mit den Musikern alles andere als ein Tyrann und verkörpert doch auf höchst effektive Weise so etwas wie die bezwingende Autorität der Sache selbst: die des musikalischen Werks.“
Julia Spinola, Neuer Zürcher Zeitung
„Für mich ist das, was ich tue, kein Mysterium. [...] Wenn ich vor das Orchester trete, weiß ich genau, was ich will – und wie ich es erreiche.“ „Lange Reden zeigen, dass der Dirigent nicht weiß, wie man die teure Zeit verwenden kann, um das Konzert zu einem großen Erlebnis zu machen.“
Aus Blomstedts Dirigenten-Einmaleins
ISBN 978-3-99014-325-4
176 S., 12.5 x 18.8 cm,
franz. Broschur
“Dieses Buch erzählt, wie ich zum Dirigieren kam, gibt Einblicke in mein Musikverständnis und meine Probenarbeit. Eine ernste Sache und dank Felix Diergarten zum Lesen eine wahre Freude!” (Herbert Blomstedt)
Die einzige Bewerbung seines Lebens betraf eine Organisten-Stelle; jeden Sonntag eine Bachkantate spielen oder auch ein Streichquartett gründen, waren die Berufswünsche des 1927 geborenen Herbert Blomstedt.
Es ist anders gekommen: 2023 wählten ihn die weltweit führenden Kritikerinnen und Kritiker klassischer Musik zu den drei besten aktiven Dirigenten der Welt. Im selben Jahr erhielt Blomstedt den Opus Klassik für sein Lebenswerk.
Ob in Leipzig, Bamberg, Dresden, Berlin, Zürich, Wien, San Francisco, Boston, London, Paris oder Tokio (um nur einige seiner letzten Stationen zu nennen): Dirigieren heißt “Sich-Vergessen-Machen” – dies eine Formulierung aus dem Mendelssohn-Kreis, den Blomstedt neben Igor Markevitch als eines seiner Vorbilder sieht. Mit zunehmendem Alter verzichtete Blomstedt auf den Taktstock, um seinem Orchester noch näher zu sein.
Herbert Blomstedt probt mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (© Severin Vogl)
Felix Diergarten
geboren 1980, ist studierter Musiker, promovierter Musiktheoretiker und habilitierter Musikwissenschaftler. Nach Professuren an der Schola Cantorum Basiliensis und der Hochschule für Musik Freiburg lehrt er heute an der Musikhochschule Luzern. Bei Müry Salzmann erschienen: Anton Bruckner. Das geistliche Werk (2023) sowie Anton Bruckner & St. Florian. Wie alles begann (hg. von Friedrich Buchmayr und Felix Diergarten, 2024).